Eine schlecht gemanagte SEO-Migration kann eine Website teuer zu stehen kommen: Ein missglückter Relaunch kann organischen Traffic, der über Jahre aufgebaut wurde, in wenigen Tagen einbrechen lassen. Solche Verluste lassen sich mit einer sorgfältigen Methode und einem passenden Monitoring meist vermeiden. Dieser Leitfaden beschreibt das Vorgehen, von der Vorbereitung bis zum Monitoring nach dem Go-live.
Die Arten von SEO-Migrationen
Nicht alle Migrationen bergen das gleiche Risiko:
| Art der Migration | Risiko | Beispiele |
|---|---|---|
| Wechsel von Design/Template | Gering | Visuelles Redesign ohne Änderung der URLs |
| CMS-Wechsel | Mittel bis hoch | WordPress → Shopify, Drupal → Next.js |
| Umstrukturierung der URLs | Hoch | Änderung der Kategoriestruktur |
| Domainwechsel | Sehr hoch | alte-marke.de → neue-marke.de |
| HTTP → HTTPS | Gering (bei sauberer Umsetzung) | SSL-Migration |
| Zusammenlegung von Websites | Sehr hoch | Konsolidierung mehrerer Domains |
Phase 1: Vor der Migration (4–8 Wochen vorher)
Vollständige Bestandsaufnahme der aktuellen Website
Bevor Sie irgendetwas ändern, brauchen Sie eine vollständige Bestandsaufnahme Ihrer aktuellen Website. Das SEO-Audit von Zerkado crawlt Ihre Website bis zur Seitenobergrenze Ihres Tarifs und gleicht sie mit den übrigen Daten des Projekts ab:
- Die gecrawlten URLs im Vergleich zur Sitemap; exportieren Sie zusätzlich die Liste der indexierten Seiten aus der Search Console
- Für jede Seite die Klicks und Impressionen aus der Search Console und die Rankings der getrackten Keywords, dazu die vom Backlink-Modul erfassten Backlinks der Website
- Die Struktur der internen Verlinkung (interner Linkgraph, verwaiste Seiten)
- Die Title-, Meta-Description-, Canonical- und hreflang-Tags jeder Seite
- Geschwindigkeitswerte als Ausgangsbasis (LCP, CLS und TBT, im Labor auf Mobilgeräten gemessen)
Der Plan für die 301-Weiterleitungen
Der Weiterleitungsplan ist das wichtigste Dokument jeder Migration. Jede URL der alten Website muss ihrem Gegenstück auf der neuen Website zugeordnet werden. Die goldenen Regeln:
- 1:1-Weiterleitung: Jede alte URL verweist auf die relevanteste Seite der neuen Website
- Keine pauschalen Weiterleitungen auf die Startseite: Hat eine Seite kein Gegenstück, leiten Sie sie auf die nächstgelegene übergeordnete Seite weiter, wenn diese denselben Bedarf erfüllt; andernfalls lassen Sie sie den Statuscode 404 oder 410 liefern. Google behandelt eine Weiterleitung auf die Startseite oft als Soft 404
- Vermeiden Sie Ketten: A → B → C bremst das Crawling, und der Googlebot folgt höchstens 10 Weiterleitungen hintereinander. Leiten Sie direkt A → C weiter
- Vor dem Go-live testen: Prüfen Sie jede Weiterleitung in einer Staging-Umgebung
Phase 2: Der Tag der Migration
Prüfen Sie am Tag der Umstellung zuerst die Punkte, die am schnellsten zu Verlusten führen:
- Robots.txt und noindex-Tags: Die Regeln, die die Staging-Umgebung gesperrt haben, dürfen nicht in die Produktion gelangen
- Weiterleitungen: Testen Sie eine Stichprobe alter URLs (Seiten mit viel Traffic, Seiten mit Backlinks) und prüfen Sie, ob sie mit einem 301 in einem einzigen Schritt auf die richtige Seite führen
- Canonical- und hreflang-Tags: Sie müssen auf die neuen URLs verweisen, nicht auf die alten und nicht auf das Staging
- XML-Sitemap: Veröffentlichen Sie die Sitemap der neuen URLs und reichen Sie sie in der Search Console ein
- Domainwechsel: Melden Sie ihn mit dem Tool zur Adressänderung in der Search Console
Richten Sie anschließend ein engmaschiges Monitoring in Ihrem Ranking-Tracking-Tool ein. Mit Zerkado können Sie Keywords bei Bedarf aktualisieren, im Rahmen des Tageslimits Ihres Tarifs: Aktualisieren Sie zuerst Ihre strategischen Keywords, um einen Referenzwert zum Zeitpunkt der Umstellung zu haben. Danach übernehmen die automatischen Messungen, täglich für die Keywords in den Top 10.
Phase 3: Nach der Migration (intensives Monitoring)
Die ersten 4 Wochen nach einer Migration sind entscheidend. Überwachen Sie täglich:
- Die Indexierung: der Bericht „Seitenindexierung“ in der Search Console (neu indexierte URLs, alte URLs, die aus dem Index fallen)
- Die Rankings Ihrer strategischen Keywords über das Ranking-Tracking von Zerkado
- Crawling-Fehler: 404, 500, defekte Weiterleitungen
- Den gesamten organischen Traffic: Vergleich Woche für Woche mit dem Zeitraum vor der Migration
- Backlinks: Prüfen Sie mit der Backlink-Analyse, ob eingehende Links auf die richtigen Seiten verweisen
Ein vorübergehender Rückgang ist nach einer Migration häufig, solange Google die Weiterleitungen verarbeitet. Ein deutlicher Einbruch, der anhält oder sich auf bestimmte Seitengruppen konzentriert, deutet meist auf ein Problem mit den Weiterleitungen oder der Indexierung hin. Starten Sie dann ein neues technisches Audit: Zerkado meldet 4xx- und 5xx-Fehler, Weiterleitungsketten und -schleifen sowie Seiten, die per robots.txt gesperrt oder auf noindex gesetzt sind.
Testen Sie Zerkado kostenlos 14 Tage lang, ohne Kreditkarte, vor Ihrer nächsten Migration: Sie erstellen im Rahmen des Testzeitraums eine Bestandsaufnahme Ihrer Website und verfolgen Ihre Rankings nach der Umstellung.

